Waggon verbindet nun zwei Gebäude als sensationelle Brücke

17. September 2011, Kiebitzberg® Gruppe

Umgebauter historischer Eisenbahnwaggon der Firma Kiebitzberg® in Havelberg verbindet jetzt zwei Gebäude der Firma DPD in Frankfurt-Raunheim

Fingerspitzengefühl war gestern für einen 18 Tonnen schweren Eisenbahnwaggon nötig: In der Firma DPD Zeitfracht in Raunheim bei Frankfurt erreichte gestern der ursprünglich bei der Schweizer Eisenbahn eingesetzte und nun durch die Firma Kiebitzberg® umgebaute Salonwagen sein spektakuläres Ziel. Der 20,40 Meter lange und drei Meter breite Waggon wurde mit Hilfe von zwei rund 30 Meter hohen Schwerlastkränen als Verbindungsgang zwischen zwei Gebäude der DPD Zeitfracht gehoben. Präzisionsarbeit für die Kranführer, denn auf beiden Seiten hatte das Schwergewicht nur jeweils rund fünf Zentimeter Spielraum.

Diese einzigartige Brücke verbindet nun das ehemalige Verwaltungsgebäude mit dem neuen Verwaltungszentrum mit Paketshop, Büros und Tagungsraum. „Die Brücke soll künftig die Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Zukunft des Unternehmens darstellen, die Firma in Raunheim ist mittlerweile das größte DPD-Depot in Europa. Täglich werden dort mehr als 150 000 Pakete auf 6,3 Kilometer Förderband umgeschlagen“, verrät Ulrich Rudler, Produktionsleiter der Kiebitzberg Schiffswerft.

Bildergalerie zum Kiebitzberg® Projekt Waggonbrücke: Umbau, Verladung, Einbau

Um den Waggon an seinen Bestimmungsort zu heben, musste jeder Handgriff sitzen, damit sich der Körper des Waggons nicht verformt oder verdreht. „Doch alles hat bestens geklappt und wir sind froh, dieses enorme und prestigeträchtige Projekt zeitlich geschafft zu haben“, erläutert Florian Lewerken, Leiter der Abteilung Mineralwerkstoffverarbeitung und Schiffsausbau.

Die Firma Zeitfracht Logistik plante dieses Projekt bereits seit drei Jahren und war auf der Suche nach kompetenten Partnern schließlich über eine Empfehlung in Havelberg fündig geworden. Die Kiebitzberg®-Schiffswerft ist für solche vielschichtigen Aufgaben geradezu prädestiniert. „Unsere Spezialität ist es, für solch komplexe Projekte Lösungen sowie eine realisierbare Planung zu entwickeln und umzusetzen“, so Andreas Lewerken, Chef des Unternehmens. „Unser Vorteil bei der Vergabe des Projektes war, dass wir alles vor Ort und alles aus einer Hand bieten können, denn alle nötigen Gewerke sind in der Kiebitzberg® Gruppe integriert.“ So konnten Reparaturen, Stahl- und Metallverarbeitung, Spachtelarbeiten und Konservierung von den Kiebitzberg®-Handwerkern durchgeführt werden. Auch Innenisolierung und Innenausbau mit Heizung und Lüftung sowie Türen und Fenstern fanden im Unternehmen statt. Der Waggon erstrahlt jetzt nach der Endlackierung in weiß und rot, den Farben der Firma Zeitfracht.